Der Anfang der Grablampe
Die
Anfänge des schönen und ehrwürdigen Brauchs,
eine Grablampe mit brennendem
Licht an den Gräbern der Verstorbenen aufzustellen, reicht
weit in die Antike
zurück. Licht wurde von alters her im
Begräbnisbrauchtum eingesetzt – als Motiv
der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Pechfackeln, Talg- oder
Öllampen
tauchten die Grabstätten in ein feierliches Licht, das ein
Band knüpfte
zwischen den Toten und den Toten. Das Licht der Grablampe sollte dem
Verstorbenen beim Übergang in eine andere Welt behilflich
sein.
Später
wurden diese Lichter in kunstvoll gestalteten kultischen
Gefäßen geschützt und
an der Begräbnisstätte aufbewahrt.
Archäologen und Historiker stießen bei
Ausgrabungen auf die Überreste oder gut erhaltene Exemplare
mancher
Jahrtausende alter Grablampen oder deren Darstellung auf Grabsteinen
aus
altgriechischer und römischer Zeit und noch älterer
Zeit. Auch die Pharaonen in
Ägypten kannten und verwendeten eine Grablampe.
In
den Antikenabteilungen vieler Museen findet sich manch kunstvoll
gestaltete
alte Grablampe, vor allem Öllampen aus der Zeit der
Römer. Besonders beliebt
bei der kunsthandwerklichen Gestaltung und Ausschmückung einer
antiken
Grablampe waren figürliche Darstellungen von Tieren,
Göttern und Fabelwesen.
Als Material wurde meist Bronze oder Stein verwandt. Die Lampen waren
meist
flach, hatten oft einen Henkel und ließen das Licht offen
brennen. Eine geschlossene
Grablampe kannte man in dieser frühe Zeit noch nicht.